WMHH #35 - Webmontag Hamburg bei XING

18.05.2015 Auf gings für alle Mobilmuggels, Pixelschubser, Onlinesüchtigen, Texter und Grafiker in Hamburg zu XING. Ja genau, die mit ohne Warteliste. Butter bei die Fische und rausgerückt damit – oder doch nicht?

Ja oder Nein oder Was?

Am Dammtor neben der Oper residiert das Business Netzwerk XING und empfing in seinen Hallen freundlich die Webmontag-Gemeinde. Gut gefüllter Saal, interessante Themen und die bange Frage: Ja oder Nein? In Sanftmut trachteten die XINGler in ihrer Begrüßung danach, dem Rene schonend beizubringen, dass sie sich des Problems der nicht vorhandenen Warteliste wohl bewusst seien, und sie täten, was sie könnten und gerade eben würden weiter oben Mitarbeiter daran herumpinökeln. Aber fast fertig haben, also im Sinne von absehbar greifbar – also nein, nicht wirklich. Es hätte dem großen Laden gut zu Gesicht gestanden, eben und gerade zum Webmontag bei XING den Schalter umzulegen. Tosende standing ovations gäbe es, LaoLa-Wellen der digitalen Begeisterung wären geschwappt, Begeisterungsstürme wehten um das Dammtor. Doch so - Chance vertan …

StartUpWeekend – Chancennutzer geben Gummi

webmontag hamburg 05 2015 by abendfarben

Serhat Kaya und Robin Himmels gaben der Runde mehr Drive – mit dem Startup Weekend Hamburg und feinem Futter via eatclever.

Inkubatoren, Feedbacker, Gemeinschaft, vielleicht beschreiben die Worte den Sinn der wochenendlichen Treffen von Jungs und Mädchen in der Altergruppe 22-37. Alle vereint, dass sie mit einer Idee, einem Geschäft oder einem Produkt auf dem Markt Erfolg haben wollen. Und da braucht es zündende Planspiele, unschöne Direktkritik und gemeinsame Spinnstunden. Und siehe, es wirkt. Unausgegorenes wird verworfen – oder gedeiht. Bestes Beispiel ist eatclever. Denn die entstanden auf so einem Weekend und liefern heute Gesundes Essen in Hamburg, Hannover, Köln, Düsselsdorf, Frankfurt, Mainz und Wiebaden. Toll!

Community – aber so richtig GROSS!

webmontag hamburg 05 2015 by abendfarben tom koehler

Eine Gemeinschaft, weltweit, aktiv, groß, wachsend, inzwischen Geld an die Mitglieder ausschüttend – das gibt’s doch gar nicht! Doch, bei Severin Matusek und EYEEM.

Aus einem Blögchen am Anfang wuchs eine 13 Millionen Mitglieder große Fotografengemeinschaft. In über 150 Ländern weltweit sind enthusiastische Menschen Teil der Community, die inzwischen einen eigene Markt zum Verkauf der Bilder betreibt. Und Getty und Co. klopfen an, den die Ressourcen sind gewaltig. 50 Millionen Fotografien zu vielen Themen stehen in einer gewaltigen Datenbank bereit. Kritik aus dem Publikum, denn die Preise machen den Markt kaputt. Und große Medien bedienen sich für kleines Geld aus einem unerschöpflichen Pool. Sicher! Doch was ist die Alternative? Ist es nicht besser, auf diesem Weg Menschen zu ermöglichen, aus ihrem Hobby eine kleine Einnahmequelle zu machen. Die Digitalisierung und Vernetzung schreitet mit Riesenschritten voran. Da wird es den freiberuflichen Fotografen, der durch Verkauf an Print davon vorzüglich leben kann, nicht mehr geben.

7 Millionen Zeilen Code

Das braucht es, um das Business-Netzwerk XING am Laufen zu halten. Allein das letzte Update verschlang 5 Mannjahre. Und 700 Mitarbeiter arbeiten mit. Aber das, so Dr. Martin Rusch von XING, sei nur operatives Zeugs, börsennotiertes Blabla und man könne ja die Geschäftsberichte lesen. Denn so richtig gehe es ab in der fifty-fifty Welt zwischen Arbeitsplatz-Desktop und Mobile Device, da followt die Form der Function. Und das geht voll cross medial und cross device. Und da gibt es 6,4 Mio Nutzer in D-Land bei 42 Mio Beschäftigten und bei 2 Mio Arbeitslosen. Doch die sind natürlich Trendsetter, kaufkräftig, markenbewusst und individuell. Außerdem erzeugen sie monatlich über 200 Mio Pageimpressions. Bereinigt kommt das Netzwerk also auf über 26 Mio Visits. Und somit lassen sich prima Anzeigen verticken und Werbeplätze verkaufen. Noch mehr davon gibt es auf recruiting.xing.com/de/daten-und-fakten/

Schreck in der Abendstunde

webmontag hamburg xing by abendfarben tom koehler

Die Werbetrommel rührend verkäuften der Rene und die Kristin so schicke Sticker, selbstgepresst aus rein natürlichem Metall und so. Und was so ein/e echte/r Webmontagler/in ist, der/die greift natürlich zu. Auch mehrfach. Und mit all den kleinen Sümmchen entsteht eine größere. Denn der Webmontag hat ja auch Ausgaben. Und allein die Sponsoren machen das Kraut nicht fett. Upps. Kraut. Crowd. Ah. Crowdfunding. Webmontag-Aktien. Oder so. Nur 'ne Idee nebenbei.

Und als sich alle so richtig freuten und Sticker steckten, platzte die Bombe. Denn die Sommerpause in 2015 währet lang. Sehr lang! Erst im September soll es weitergehen tun. Abzüglich durchschnittlicher Sommerurlaub bleibt verdammt viel Zeit über zum Warten. Büschn vergeht die Zeit inziwschen ja beim Lesen. Also bitteschön:

http://www.webmontag-hamburg.de/logbuch.html

Allen ein feine Sommerzeit in der schönsten Stadt der Welt oder anderswo. Bleibt dem Webmontag treu, followt brav auf Twitter twitter.com/webmontaghh und horcht mal rum, ob nicht wer wen kennt, der noch ein paar Mark in das spannenste digitale Community Projekt von der ganzen Welt stecken will – den Webmontag Hamburg.

Redaktion

Tom T. Köhler

Tom T. Köhler

Im Internet zuhause, am Smartphone daheim.

Ja, ich bin online - und das ist gut so.

 

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