WMHH #27 - BIG DATA – ganz schön sexy!

28.04.2014 - Tom T. Köhler - Agentur Abendfarben

Der Hamburger Webmontag im April bei Acando am Millerntorplatz widmete sich einem derzeitigen Burner, hotter als hot → BIG DATA. An dem Abend ging es um Sex, Sextillionen und IPv6. Doch der Reihe nach...

Teenager-Sex und Datenmengen

Weil die großen Daten derzeit so hip sind, befleißigen sich die Agenturen und Menschen, die mit der Sammlung (nicht die NSA), der Sortierung, der Aggregation zu tun haben. Jeder, wirklich jeder, macht in Big Data. Und dazu gehören natürlich fette Buzzwords. (Denen widme ich mich mit Absicht nicht ...) Doch allein von großen Daten zu reden, zeugt nicht von Größe. Richtig groß sind jene, welche verstanden haben, was Mensch mit Daten machen sollte / kann. Und jene, denen es gelingt, die Datenmassen zu bändigen. Was hat das mit Teenagern zu tun? Siehe Bild:

Daten-Berge und Info-Seen

Allein aus der heutigen Arbeit der Unternehmen und Organisationen entstehen Daten-Berge. Immer mehr werden diese (unstrukturierten) Daten gesammelt. Zumindest das ist ein vernünftiger Schritt. Auch wenn sich Unternehmer noch keinen Kopf gemacht haben, was damit zu tun sei. Diese Daten sind nicht nur Schnipsel in einer Datenbank, sondern auch Logfiles, Interaktionen in Shops und Aktivitäten auf Webseiten. Erst, wenn diese alle in einen Kontext gestellt werden, ist das Ergebnis mehr, als die Summe der Teile.

IoT und IPv6

Die Info-Schwemme kommt aber erst noch auf uns zu. Das zeigt die Einführung von IPv6, dem „neuen“ Standard für Web-Adressen. (siehe: http://t3n.de/news/ipv6-mehr-ale-neue-adressen-541547/) Das IoT beschert eine Potenzierung der vorhandenen Info-Seen. Sie werden zu Info-Meeren. Ach so, IoT. Das Internet of Things. Will heißen, dass in naher Zukunft viele DINGE eine Internet-Adresse erhalten. Dann schnackt der Kühlschrank mit dem Supermarkt, weil Leere sein Innerstes füllt. Auch palavert die Haustechnik mit der Servicefirma. Und unser Auto flirtet mit dem Nachbar auf der Autobahn. Na ja, so ungefähr. Ipv4, derzeitiger Standard, reicht nicht mehr aus. Die verfügbaren Internet-Adressen werden knapp. Jetzt wird es sexy: 340 Sextillionen Adressen ermöglicht der IPv6-Standard. Das sind schlappe 3,4 mal 10 hoch 38.

Datenbanker und Datenkraken

Lochkarten und Magnetbänder waren der zarten Anfang einer weltweiten Datensammelei. Doch geradezu lächerlich erscheinen die Rechenzentren von anno dunnemals – gemessen an der Speicherpower heutiger Systeme. Viel hilft viel, also wird erst mal alles gehortet. Dumm nur, dass Mensch in Infos auch ertrinken kann. Was ist nötig? Richtige Fragen stellen! Aus den Ergebnissen lernen. Nicht pure Summierung, sondern vorwärts denken und Entwicklungen planen. Und zu guter Letzt: Sicherheit ist THEMA. Für eigene und Kundendaten. Sonst schöpft ein Anderer die Ergebnisse eigener fleißiger Arbeit ab.

Allen in allem ein datenvoller und wieder raumfüllender Webmontag zu einem spannenden Thema. Die nächsten Termine gibt es hier: http://www.webmontag-hamburg.de/events/2014.html

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