WMHH #31 - Keine Bange – die wollen nur spielen!

07.11.2014 - Tom T. Köhler - Abendfarben

Spieler, Entwickler, Coder, Grafiker und andere Spielsüchtige trafen sich folgerichtig zum 31. Webmontag Hamburg bei InnoGames in Hamburg-Hammerbrook.

Let´s play!

Vom guten alten Doom auf Diskette über Browser-Spiele bis zu Apps für Mobile Devices reichte der Bogen. Den spannten vor allem die Jungs und Mädels von InnoGames. Denn in deren ehrwürdigen Zockerhallen strömten die Joystick-Freaks und Dickdaumen, die GunShooter und Umme-Ecke-Racing-Raser. Und los ging es.

InnoHub – wat dat?

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Sarah Lüken, ihres Zeichen fesche PR-Tante bei den Spielebauern, berichtete. Zum einen über die Erfolgsstory der Spiele-Entwickler. Deren Wachstum, also die Anzahl, nicht die Zentimeter, beeindrucken. 350 Piepls aus 25 Nationen rackern Tag und Nacht für die Gamer. Und nun haben sie den Salat: 130 Millionen registrierte Spieler weltweit werden von Hamburg aus bespaßt. Angefangen haben alle mal klein. Gründer brauchen Infrastruktur, die mit ihnen wächst. Am Anfang war nicht das Wort. Sondern der Tisch. Also der Schreib-Tisch. Und wer mehr braucht, bekommt ein Büro, oder einen Konfi. All das geht ab bei InnoHub. Und schafft so auch Raum für den eigenen Nachwuchs. Der InnoHub liegt nur eine Etage tiefer unter der Spielhölle. Clever, das!

Was geht ab?

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Der Raphael ist Head of Art bei InnoGames und beteuert, kein Helicopter Art Director zu sein. Also drüber fliegen und von oben runter ballern. Die machen da einen auf Familie. Herrliches Klischee. Apropos, schlaue Überleitung! Denn der Raphael berichtet über ein Spannungsfeld. Dem von Klischees in Games, von Innovation vs. Variation. Denn nicht immer ist neu auch gut. Spieler lieben ihre Welten und Charaktere. Er hielt sich mehrfach bedeckt. Die planen da was! Aber damit rückte er beim allerallerbesten Willen nicht raus …

Der Thomas von trackergame.de hat es mehr mit den Kalorien. Er will spielerisch die dicken Zocker und andere Menschen mit Pölsterchen bewegen. Besserung durch Wissen, Tagesziele und Animationen. Die Viecher auf seiner Seite helfen, dem Schweinehund namens Kilo Herr zu werden. Bester Spruch: „Man spart Geld ein, wenn man weniger isst!“ YO! Schöne Idee und Daumen gedrückt, dass Zocken eine völlig neue Art des Abnehmens wird.

(An dieser Stelle mal Danke für das lecker Abendbrot bei InnoGames!)

Ein-Mann-Bude im Haifischbecken Spiele-Markt, dass ging dem Berichter durch den Kopf, als der Steffen von "Around the tablet" auf die Bühne boingte. Seine Idee ist cool. Man nehme ein Tablet und eine satte Zahl Smartphones und verbinde diese mit WLAN-Kabel. Dann kann es schon losgehen. Guck mir nicht in meine Karten! Geht nicht, weil jeder sein geliebtes Mobil Phone vor die Nase hält. Ree-Bock-Contra und schön mitgehen beim Reizen! So macht Skat wieder Spaß. OK, Steffen, hau rein und mach was draus. Deine Chance!

Vor dem Spiel ist nach der Werbung

Natürlich bieten Spiele-Plattformen eine schöne Möglichkeit zu werben. Und so steigern wir das Bruttosozialprodukt. Haaaaaaaaaaaalt, so geht das nicht! Sagt Doktor Christian Rauda, seines Zeichens Anwalt für Medienrecht. Warum die Aufregung? Weil Werbung auch Kinder erreicht, und die spielen von Natur aus gern. Und da gelüstet es so manchen Seitenbetreiber, denen noch fix Schokoriegel und andere hochwertige Konsumgüter unterzuschieben. Grau ist alle Juristerei – völliger Quatsch! Der Saal kam aus dem Lachen nicht mehr raus. Ja, auch Justitia hat ihre kecken Seiten. Danke für den unterhaltsamen Ausflug ins Recht.

Alles in Allem

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Es war wieder einer der Webmontage, an die wir uns gern erinnern und natürlich freuen wir uns auf den nächsten und letzten im schönen Jahr des Herrn 2014. Kommt wieder zahlreich. Und denkt dran: Eine Sache wird nur so groß, wie sie weitergetragen wird. Macher, Ideenspender, Unterstützer sind gern im Webmontag-Team willkommen. Schnarchnasen und Blendgranaten brauchen sich erst gar nicht bewerben ;-)

Meckerecke

Wir denken ja, D-Land sei so richtig dicke vorn dabei, wenn es um Elektrifizierung des Äthers geht. Dumm nur, das es nicht wahr ist. Die Provider verlangen stolze Preise für die 3G- und nun LTE-Nutzung, Doch wir spielen weltweit im unteren Drittel, also Kreisliga. Es gibt Länder, in denen 80 Prozent der User mobil surfen – und spielen. Also noch deutlich Luft nach oben. Und mobile Nutzung ist State of the Art. Da nützt unsere tolle DSL-Verbreitung stationär recht wenig. Doch das nur mal nebenbei. Zahlenmaterial dazu HIER

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