#13 - Hanse Ventures

Hanse Ventures
Am Sandtorkai 71-72, 20457 Hamburg

Einlass: 18.30 Uhr, Vorträge: 19.10 Uhr

Moderation: Kristin OldenburgRene Sasse

Fotograf: Niels Rohrweber

Ralph Raule - Gebärdenwerk

Ralph Raule
Ralph Raule

Der deutsche Weg – ein Spagat zwischen Technik und Sprache

Im Internet wird der Begriff Barrierefreiheit gerne als Synonym für die Zugänglichkeit von Informationen für blinde und sehgeschädigte Menschen im Web bezeichnet. Entsprechend beschäftigen sich viele Organisationen und gesetzgebende Institutionen mit der Schaffung von Lösungen, welche gerade dieser Nutzergruppe zu Gute kommen. Diese Ergebnisse lassen sich in Standards wie den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) oder der Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung (BITV) wieder finden. Es gibt allerdings weitere Nutzergruppen im Web, welche von diesen eher technischen Lösungen nicht profitieren und für die die Barrieren im Internet weiterhin bestehen bleiben: Menschen, die aufgrund ihrer sprachlichen Bedürfnisse keinen Zugang zum Web finden. Im Blickpunkt stehen hier die Gebärdensprache gehörloser Menschen wie auch die Leichte Sprache von Menschen mit Lernschwierigkeiten. Mit der Überarbeitung der BITV beschreitet Deutschland einen neuen Weg, welcher auch diese besonderen Nutzergruppen mit einbezieht und damit weit über das hinaus geht, was andere Standards (bislang) nicht erfüllen. Im Vortrag wird konkret erläutert, was hier gemeint ist und wie solche Lösungen aussehen.

Ralph Raule

Im Zusammenhang mit der Anerkennung der Deutschen Gebärdensprache (DGS) in 2002 gründete Ralph Raule mit zwei anderen gehörlosen Partnern das Unternehmen Gebärdenwerk. Heute sind wir im deutschsprachigen Raum das Unternehmen, welches für alle Bereiche der Barrierefreiheit in Bezug auf den Einsatz von Gebärdensprache vielfältige und kreative Lösungen bietet. Zudem achten wir als eine der wenigen gehörlosen Unternehmern auf eine nachhaltige Personal- und Geschäftspolitik.

Shadi Abou-Zahra - W3C

Shadi Abou-Zahra
Shadi Abou-Zahra

So Vielfältig wie das Web sind die Nutzer

Standards für Web-Barrierefreiheit nutzen nicht nur Menschen mit Behinderung sondern auch für die Suchmaschinenoptimierung, für Nutzer von mobilen Endgeräten, und für die rasant wachsende Gruppe von älteren
Menschen am Web. Dieser Vortrag beleuchtet die Anwendbarkeit von den internationalen Richtlinien des W3C Web Accessibility Initiative (WAI).

Shadi Abou-Zara Vita

Mitarbeiter in der W3C Web Accessibility Initiative (WAI)

Shadi koordiniert WAI Aktivitäten in Europa sowie die Schwerpunkte Evaluierung und Zusammenarbeit mit Forschung und Entwicklung. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Koordination mit anderen Organisationen, wie die für Menschen mit Behinderungen oder für Standardisierungsgremien, um die Harmonisierung der verschiedenen Bemühungen um barrierefreie Informationstechnik zu verbesseren.

Shadi ist seit 2003 Mitarbeiter in der W3C Web Accessibility Initiative (WAI). Unter anderem arbeitete er mit an das abgeschlossene EU gefördertes WAI-AGE-Projekt zur Erforschung der Bedürfnisse von Senioren im Web, und leitet derzeit das neuste WAI Projekt "WAI-ACT".

Artur Ortega - DesignByBlind

Artur Ortega
Artur Ortega

Artur plant einen echten Mitmachvortrag zu mobiler Barrierefreiheit. Bitte bringt alle Eure iPads, iPhones und iPods mit! Es gibt eine Einführung wie man ein Touch-Screen blind bedienen kann und wie man dies für die Barrierefreiheitstests von den eigenen Webseiten und Apps nutzen kann.

Artur Ortega

Dipl. Inf. Artur Ortega ist ein blinder Software Entwickler, der in London lebt und arbeitet. Zur Zeit ist er bei hibu als Barrierefreiheits- und Benutzeroberflächen Experte beschäftigt. Hibu ist der digitale Bereich der Gelben Seiten in Großbritannien (www.yell.com ), USA, Spanien und Latein Amerika. Zuvor arbeitete er in einer ähnlichen Position über mehrere Jahre bei Yahoo! in London.

Er hat eine über 20jährige Erfahrung im Bereich Internettechnologie, Barrierefreiheit und benutzerfreundliche Software-Entwicklung. Diese Erfahrung teilt er in Vorträgen bei internationalen Fachkonferenzen.
Er freut sich aber besonders auf den Vortrag in Hamburg, in der Stadt, in der er über 10 Jahre gelebt hat bevor er nach London gezogen ist.

Zurück

© Some rights reserved